Ich bin ich… oder etwa nicht? Über die Andersartigkeit der Spezie „ich“

Januar 14, 2010 von tina englisch

Ich bin anders als die anderen… stimmt. Jeder ist anders als die anderen, jeder ist einzigartig und jeder ist etwas Besonderes. Liest man. Hört man. Sagt man. Aber fühlt man es auch? Was bedeutet es denn überhaupt, anders zu sein?

Im der Phase unserer Entwicklung gibt es einen sehr wichtigen Zeitabschnitt, in dem es sein muss, dass wir anders sind, als die anderen. Um uns abzugrenzen, um „uns selbst“ zu finden, bzw um herauszufinden, wie weit wir „anders“ sind. Im Sprachgebrauch wird dieser Lebensabschnitt auch Pubertät genannt… ;) ; wer gerade einen Jugendlichen in diesem Alter daheim hat, sagts mit einem Seufzer. ;)

Leider scheint es so, dass die Jugendlichen in der schwierigen Phase der Pubertät wenig Vorbilder ausmachen können, und sie erkennen in dieser Zeit lediglich – so wie die anderen will ich nicht sein; jedoch nicht, was dieses „anders sein“ bedeuten kann… und bleiben in der Abgrenzung stecken. Was heisst das genau? Einfach alles anders machen als die Masse. Unreflektiert. Die Masse hört Ö3? Sofort wird Schwermetall aufgelegt… denn das ist anders.

Ist das DAS anders sein? Warum wollen wir denn eigentlich anders sein? Logischerweise weil unser Ziel ist, glücklich zu werden. Und die Frage stellt sich: Wie?! Oft sehen wir, dass die Masse – der Grundtenor der Masse – eher unglücklich ist. Die „Tagesthemen“ sind Stress, Motivationslosigkeit,… Alltagsroutine. Und wir – in unserem Innersten – sehnen uns nach dem Gegenteil: Keine Routine, Spass, Motivation, Liebe, Freude… deshalb suchen wir nach der Andersartigkeit, und die einfachste Lösung „anders“ zu sein ist, einfach alles anders zu machen als die anderen.

Aber reicht das schon zum Glück? Leider nein… es führt maximal dazu, dass wir dann „anders“ sind, aber auch ausgegrenzt. Mit ein paar anderen, die es auch so gemacht haben. Aber ist das denn wirklich anders? Ich denke nicht, denn in Wahrheit sind wir dann zwar offensichtlich anders, aber eigentlich doch ganz genau gleich! Warum? Weil sich das „anders sein“ ganz woanders manifestiert, als in den Handlungen – nämlich in der Bewusstheit über die Handlungen. Der Masse wird vorgeworfen, unreflektiert den Alltagstrott zu leben; „nicht zu denken“. Es ist aber nicht wirklich “anders”, unreflektiert einfach genau das Gegenteil zu tun… Ich behaupte, das wahre „anders sein“ – individuell sein, einzigartig sein, ICH sein – bedeutet, reflektiert zu handeln, und in manchen Dingen vielleicht konform mit der Masse zu sein, in anderen wieder nicht. Es bedeutet, für sich selbst eine Entscheidung zu treffen – nicht weil es die Masse tut, oder eben nicht tut – sondern weil ich für mich finde, dass mir das gefällt. Punkt. Mit der Masse oder eben dagegen. Genau hier ist der Unterschied, denn genau dann „schwimmen“ wir weder mit der Masse, noch mit der Masse des Gegenstroms… sondern in unserem eigenen Strom… und der bringt uns schliesslich auch an unser eigenes, individuelles Ziel. :)

Viel Spass beim Schwimmen… :)

Auch der Weihnachtsmann ist nur ein Mensch…

Dezember 20, 2009 von tina englisch

Es war einmal… ein Weihnachtsmann… der Weihnachtsmann liebte seinen Job, und er freute sich das ganze Jahr über, während er schon die Geschenke sammelte für die Kinder und Erwachsenen, wenn endlich der Weihnachtstag beginnt und er die leuchtenden und strahlenden Augen aller Menschen sehen konnte, die er mit Gaben und Liebe beschenkte.

Und so war es auch in diesem Jahr. Am 23. Dezember belud der Weihnachtsmann seinen Schlitten, putzte die Rentiere solange, bis das letzte Staubkörnchen aus dem weichen Fell verschwunden war und gab ihnen nochmal eine Extra-Ration vom besten Futter, da der nächste Tag ja der anstrengendste des Jahres sein wird.

Dann legte er sich zufrieden und müde ins Bett und konnte es kaum erwarten, wenn endlich am 24. der Wecker klingeln wird, und die Reise los geht: in die Wohnungen und Häuser der Menschen, unter die Weihnachtsbäume und ab in die Herzen…

Und so war es: der 24. Dezember in diesem Jahr war wie jeder andere 24. Dezember. Er spannte die Rentiere vor den Schlitten und auf ging die Fahrt in die Städte und Täler, in die Wälder und Wiesen – dorthin, wo die Menschen wohnen… und in jedem Haus, in jeder Wohnung – und war sie auch noch so klein – hinterliess der Weihnachtsmann seine Geschenke.

Am Abend, nach getaner Arbeit, fuhr er noch eine Runde und schaute zu, wie die Menschen sich an ihren Geschenken erfreuten. Doch heute war etwas anders. Der Weihnachtsmann sah, wie die Menschen die vielen Päckchen öffneten, sich freuten, sich um den Hals fielen und sich gegenseitig anlächelten. Etwas war anders… doch was? Der Weihnachtsmann konnte sich gar nicht so richtig freuen. Er fuhr nach Hause, spannte die Rentiere ab, gab ihnen zu fressen und legte sich ins Bett.

Am nächsten Tag wachte er auf und fühlte sich schwach und ausgebrannt. Er kannte sich nicht aus. Was war passiert? Er fühlte sich allein. Die Menschen um ihn herum wollten und baten und brauchten und nahmen; und er gab ihnen so viel Liebe, beschenkte sie mit den tollsten Gaben – und doch… er hatte das Gefühl, allein zu sein. Und wenn er sich umsah dann war er das auch.

Er legte sich zurück ins Bett und überlegte… und überlegte, und überlegte. Doch nichts fiel ihm ein und er wurde immer trauriger, er wollte gar nicht mehr aufstehen, sogar die Rentiere zu versorgen belastete ihn. Er überlegte sogar, im nächsten Jahr vielleicht gar nicht mehr Weihnachtsmann zu sein… sollte das doch jemand anders machen.

Zwei Wochen später leutete es an seiner Tür. Draussen stand das Christkind… es sah ein bisschen blass aus. Kein Wunder, es kam ja auch von 2 Wochen in der Krippe liegen, und an manchen Orten war es wirklich kalt da draussen…

Er freute sich über den Besuch, liess das Christkind ein und machte Tee. Als die beiden am Tisch saßen und Kekse knabberten klagte der Weihnachtsmann dem Christkind sein Leid. Das Christkind hörte ihm geduldig zu und lächelte ihn an.

„Warum lächelst Du?“ fragte der Weihnachtsmann.

Das Christkind antwortete: „Du glaubst, Du bist allein? Hast du denn vergessen, was die schönste Freude aller Freuden ist? Hast du denn heuer genau hingesehen, und die Freude in den Augen der Menschen gesehen, denen du die Geschenke gebracht hast?“

Und der Weihnachtsmann dachte nach. Er hatte es gesehen… aber er hatte es wohl gar nicht wahrgenommen…

Das Christkind sprach weiter: „Das ist es, was DU gemacht hast. Du hast diesen Menschen diese Freude gebracht, und diese Freude ist DEIN Geschenk. Nimm es an! Denn das ist das, was DU von all diesen Menschen zu Weihnachten bekommen hast. Die Freude und die Liebe. Ist dir denn das nicht Geschenk genug?“

Und da bemerkte der Weihnachtsmann, wie die Leere in seinem Herzen zu schwinden begann. Eine Träne rollte die kalte Wange hinunter. Das Christkind hatte Recht. Er, der Weihnachtsmann hatte das Schönste aller Geschenke erhalten! Er umarmte das Christkind, und setzte sich still und ruhig für 10 Minuten an das Feuer im Kamin… ganz still und allein sass er da… aber er war nicht allein: er hatte die Liebe von all diesen Menschen in seinem Herzen, egal ob gross oder klein, alt oder jung, arm oder reich, schwarz oder weiss… er saß da ganz still… und er lächelte…

Noch mehr? Ein Vorweihnachtsgedicht unter dieser Adresse… http://blog.love.at/2009/12/18/von-draus-vom-walde-da-komm-ich-her-ich-muss-euch-sagen-es-weihnachtet-sehr/

und… meine Wunschliste ans Christkind: http://blog.love.at/2009/12/24/meine-wunschliste-ans-christkind/

I care … do you?

Dezember 1, 2009 von tina englisch

WORLD AIDS DAY… Kommunikation ist alles… auch, wenn es mal nicht so angenehm ist… und genau beim Thema AIDS kann es “unangenehm” werden. Wie wird die/der andere reagieren? Wir alle wissen bescheid… aber trauen wir uns auch, zu kommunizieren?

Wir sollten! Wer Mut hat, mit einem (noch) “fremden” Menschen intim zu werden, sollte auch den Mut haben, darüber zu sprechen…

I care… do you?

Das grosse und das kleine Glück…

November 20, 2009 von tina englisch

Das Glück is a Vogerl,
Gar liab, aber scheu,
Es lasst si schwer fangen,
Aber fortg’flogn is glei.
Das Herz is der Käfig,
Und schaust net dazua,
So hast du auf amal dann
Ka Glück und ka Ruah.
(Alexander von Biczo)

„Ich bin glücklich“, verbunden mit einem Seufzer und einen Lächeln…! Das ist es… Glücklich sein… ein erstrebenswertet Zustand, oder? Aber was heisst das eigentlich genau – glücklich sein – und gibt es einen Unterschied zwischen Glück und Glück?

Aus meiner Sicht – ja, den gibt es. Schnell mal kann man sagen – ich bin glücklich. Und ich selbst habe mir lange Zeit Gedanken gemacht – über das grosse und das kleine Glück. „Man“ sagte mir: „Du nimmst dir halt nur das kleine Glück.“ Aber was war denn nun das kleine Glück? Und viel wichtiger noch – ich wollte ja gar nicht das kleine Glück, aber was ist denn nun das grosse? So machte ich mich auf die Suche nach dem grossen Glück… und wie man es (er)lebt…

Das kleine Glück: Ich bin glücklich, weil… ich habe genug Geld, um zu leben, ich habe einen Menschen gefunden, mit dem ich gerne zusammen bin und von dem ich glaube, ihn zu lieben. Alle Menschen rund um mich herum finden mich sympathisch und mögen mich. Ich bin ein normaler Mensch und ich habe ein durchschnittliches Leben, nein, ich bin glücklich, denn ich lache schon viel öfter als der Durchschnitt.

Ist das DAS Glück? Ist es das, was das Leben so richtig „geil“ macht? Hm… also für mich nicht wirklich. Allerdings muss ich gestehen, auch ich habe das lange Zeit für absolut ausreichend gehalten, weil ich nichts anders kannte… bis ich eines Tages – einen Blick in die Selbstbestimmung werfen durfte, in das Leben, das mir BESTIMMT ist, das ich bin und das sich erst durch mich und durch mein Sein in der Welt verwirklicht. Doch was heisst das, und was bedarf es, das „grosse“ Glück zu leben, das grosse Glück zuzulasssen im Leben?

Es bedeutet konzentriert zu sein, es bedeutet konsequent seinen Weg zu gehen und sich nicht ablenken zu lassen. Es bedeutet, den Blick nach innen zu richten (in sein Herz, das Bauchgefühl zu aktivieren) und aus dem Getöse der äusseren Einflüsse SEINEN eigenen wahren Kern zu erkennen und diesen zu (er)leben. Es bedeutet, Geduld zu haben, es bedeutet, nach innen gerichtet mit Ruhe den richtigen Zeitpunkt abzuwarten. Es bedeteutet, in kleinen Schritten zu gehen und darauf zu vertrauen und gleichzeitig zu wissen – es wird alles gut. Es bedeutet auch, Mut zu haben. Denn gleichzeitig ist jeder Schritt, jedes Einlassen auf sich selbst ein Schritt ins Ungewisse…

Warum? Weil alles im Aussen und von aussen wegfallen (kann). Weil es bedeutet, Veränderung zuzulassen. Der Weg nach innen ist der Weg zu sich selbst, er ist der Weg zum individuellen Glück, zur Selbstliebe und zu einem erfüllten Sein. Das SEIN, bei dem die Zeit keine Rolle mehr spielt, und bei dem die Zeit ein Teil des Ganzen und der Einheit ist. Weil das Wissen um den Lauf der Zeit auch ein Teil von mir ist, und folglich nur passieren kann, solange ich bin. (was soviel heisst wie, wenn ich das mache, was mir mein Bauch diktiert, dann habe ich auch genug Zeit, weil ich meine eigene Zeit (er)lebe, die in jedem Fall für meinen Weg ausreicht) Es bedeutet, den Moment zu leben und somit in jeder Sekunde voll anwesend zu sein. Wie fühlt sich das an? Die Zeit vergeht unheimlich schnell, und doch ist es so, als ob bereits nach wenigen Stunden Tage oder gar eine Woche vergangen wäre…

Das ist das Ziel… erstrebenswert, oder? … Das grosse Glück… im Einklang mit sich selbst ganz da zu sein, und die volle Liebe zu empfangen. Aber… Es bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. Auch die Verantwortung dafür, andere Menschen zu verletzen um sich selbst treu zu sein. Es heisst, Gewohnheiten, Routinen und auch geliebte Menschen gehen zu lassen um Platz zu schaffen für das Aussergewöhnliche. Es heisst Anschied nehmen, sich frei machen für das was kommt. Es heisst, das alles ohne Angst zu tun, denn was zu dir gehört bleibt. In jedem Fall! Auch dann, wenn du ganz du bist. In Liebe zu dir. Aus Liebe zu dir. Und dann kann die Liebe mehr werden… weil sie ist. Und weil all die Liebe, die dazu kommt DEINE Liebe ist… nicht, weil du so bist, wie andere es gerne hätten, sondern weil du so bist, wie du bist und andere dich TROTZDEM gern haben. Ein Leben in Leidenschaft… zu sich selbst. Das zu leben, wofür man bestimmt ist… und die Menschen zu finden, die TROTZDEM bei dir bleiben… DAS ist Liebe… und das ist letzlich auch das Glück… das grosse. Viel Spass beim Erkunden… : )!

Ich weiss, dass ich nichts weiss (Sokrates) – und unser Umgang mit der Welt…

September 30, 2009 von tina englisch

Ich habe mich heute gefragt…warum sagen wie diesen Satz so gerne… “ich weiss, dass ich nichts weiss”; bzw was bedeutet er überhaupt und in welchem Zusammenhang macht er Sinn?

Ich weiss dass ich nichts weiss… drückt Bescheidenheit aus. Bescheidenheit der grossen Welt gegenüber, und er zeigt unsere Ohnmacht über das Geschehen. Und streng genommen… ist er einfach falsch. Wir schmücken uns hier mit Federn der Bescheidenheit, die uns einfach nicht gehören. Warum? Weil der Satz nur und ausschliesslich in den „hohen“ Denkmustern Sinn macht… zB, wenn wir anfangen uns Gedanken zu machen ob wir überhaupt existieren. Ob es die Welt gibt, in der wir leben… denken wir in diesen Strukturen, dann macht dieser Satz Sinn.

Wenn ich die Existenz der Welt in Frage stelle, stelle ich damit auch meine Existenz in Frage. Und erst dann, wenn ich mir die Frage stelle, ob ich und diese Welt überhaupt exisiteren, wenn ich sozusagen nicht einmal weiss, ob mein Leben im hier und jetzt real ist, dann kann ich sagen: ich weiss, dass ich nichts weiss. Weil ich es ja tatsächlich nicht weiss.

Sobald ich aber annehme, dass ich im hier und jetzt auf dieser Erde lebe, und davon ausgehe, dass ich weiss, dass auch die Erde exisitert, weiss ich. Dann weiss ich auch, dass ich bin, weiss, dass andere sind, weiss, dass ich weiss, wie ich überlebe, sonst hätte ich es bis hierher nicht geschafft. Und somit bin ich nicht demütig, wenn ich sage – ich weiss dass ich nichts weiss… sondern einfach nur dabei, einen schönen Satz gedankenlos vor mich hin zu flunkern… macht aber auch nichts… ☺

Hass gegen Liebe…

September 21, 2009 von tina englisch

…aus aktuellem Anlass… “Concierto de la paz” von Juanes in La Habana/Cuba am Plaza de la Revoluciòn: stellt Euch mal vor… Ihr steht mittem am Platz der Revolution, in einer Menge von unglaublichen Menschen, und die besten Künstler Lateinamerikas singen für den Frieden… “es tiempo por cambiar, en la mente de todos… el odio por amor… (es ist an der Zeit, die Gedanken zu verändern und den Hass gegen die Liebe einzutauschen…)

Es ist Zeit für Veränderung… es ist Zeit, den Hass gegen die Liebe einzutauschen… nicht nur in Kuba, sondern in der Welt…

http://bit.ly/zFrOb

Andre Länder, andre Sitten… ist das auch in der Liebe so?

August 19, 2009 von tina englisch

…habe ich mich aus aktuellem Anlass gefragt… Zeigen doch Studien aus Zeiten des ersten Weltkrieges, dass zwischen den prüden Amerikanern und den doch etwas freizügigeren Engländern leichte „Missverständnisse“ im Tempo festgestellt werden konnten. Doch ist das auch heute noch so? Aus wie vielen Stufen besteht in den jeweiligen Ländern das Kennenlernen, und wie sehen diese Stufen aus?

Aus mehr oder weniger erfolgreichen „Erfolgsberichten“ anderer und der eigenen Erfahrung im Ausland und  kann ich bestätigen: es ist definitv auch heute noch ein Unterschied zu verzeichnen. Ist zB in Österreich das „mit nach Hause nehmen des potentiellen Partners“ – je nach Familienverhältnissen – eine relativ unkomplizierte Sache. In Italien hingegen, vor allem in den südlichen Regionen ist ein Vorstellen der Eltern schon beinahe gleichzusetzen mit einer Verlobung.

Ich persönlich bin ja durch meinen Lebenslauf stark geprägt von der lateinamerikanischen Kultur, in der wieder alles völlig anders abläuft. Zum Beispiel gehört dort das Angreifen/Berühren von Menschen zum normalen Alltag, ohne noch überhaupt irgendeine Beziehung zum Gegenüber aufgebaut zu haben. Du redest dort zB fünf Minuten mit einem Fremden an der Bushaltestelle, und weil etwas Witzig ist, oder ihr der gleichen Meinung seid, findet sofort Berührung statt. In Partnerschaften ist „die kleine Intimität“ sowie küssen und streicheln auch sehr schnell zu finden, bleibt aber eher lange Zeit „jugendfrei“. One-Night-Stands findet man kaum – mal abgesehen von den Tourismusgebieten –; Sex findet eher später in schon „gefestigteren“ Beziehungen statt.

Was aber, wenn zwei verschiedene Kulturhorizonte zusammentreffen? Probleme und Missverständnisse vorprogrammiert… Haben Sie Erfahrung? Hier bitte ich SIE um Ihre Beiträge…

Flirten Sie noch, oder kriegen Sie schon? 9 Schritte zum Erfolg… geschäftlich und privat

Juli 28, 2009 von tina englisch

Flirten ist die schönste Sache der Welt… aber was hat Flirten mit Business und Geschäfte machen zu tun…???

Viel mehr, als sie auf den ersten Blick denken! Sehen wir uns die Sache doch mal genauer an:

1.    Schritt: Blickkontakt: den brauchen Sie auch oder besser vor allem, wenn ein Kunde das Geschäft betritt
2.    Schritt: Begrüssung: auch das machen Sie im Geschäftsleben… im Regelfall ;)
3.    Schritt: Eröffnung: das erste „JA“ abholen: schon wieder eine Übereinstimmung, oder fragen Sie den Kunden etwa nicht, ob Sie ihm vielleicht helfen können (oä)? Vergleiche beim Flirt – häufige erste Frage: Darf ich Dich auf ein Getränk einladen? Ist ja auch eine Art von „Hilfe“…
4.    Schritt: Interesse zeigen: auch das hört sich verdammt nach Geschäftsleben an, denn ohne zu wissen, was Ihr Kunde will, können Sie wohl kaum zu einem Geschäftsabschluss kommen…
5.    Schritt: Aufmerksamkeit: hören Sie aufmerksam zu, was Ihnen Ihr Gegenüber zu sagen hat, und denken Sie nicht an ans Geschäft. Das wäre so ähnlich, als ob sie während der ersten 5 min des ersten Dates daran denken würden, wohin sie nach dem Sex verschwinden…
6.    Schritt: Sprechen: sprechen Sie ruhig, beziehen Sie sich auf das Gehörte. Zeigen Sie, dass Sie verstanden haben, was Ihnen gesagt wurde.
7.    Schritt: gemeinsames Ziel: Wie beim Flirten…zeigen Sie, das Ihr Interesse sich mit dem Interesse des Kunden deckt. Ist es nicht auch beim Flirten schön, Gemeinsamkeiten zu entdecken?
8.    Schritt: Zukunftsvision: „träumen“ Sie vom gemeinsamen Ziel; Visionieren Sie, wie gut es Ihrem Gegenüber gehen wird, wenn es Ihr gemeinsames Ziel erreicht hat. Das ist dann in etwa so, wie wenn der Mann der Frau zärtlich ins Ohr haucht… „stell Dir vor, Du und ich…“
9.    Schritt: Abschluss: keine Angst vorm Geld verdienen, der Kunde weiss bereits bevor er das Geschäft betreten hat, dass Ihre Leistung Geld kostet… genauso, wie die Dame weiss, dass der Mann sie nach einem netten Gespräch nach ihrer Telefonnummer fragen wird…

Genügend Gemeinsamkeiten gefunden? Also dann auf zum Date… oder zum erfolgreichen Geschäftsabschluss, denn weshalb sollten wir ausgerechnet im Alltag auf die schönste Sache der Welt verzichten? Viel Erfolg!

Mit dem Alter wird es schwer…

Juli 19, 2009 von tina englisch

…einen Partner fürs Leben zu finden. Erinnern wir uns zurück, mit 16 hast Du jemanden angesehen und es war klar… die Schmetterlinge im Bauch und schon kurze Zeit später lief man händchenhaltend und knutschend durch die Strassen. Irgendwann hat man dann bemerkt – wir passen doch nicht so richtig zusammen – das hiess aber keineswegs – Liebeskummer, Gram und Schmerz, stattdessen haben wir uns kurzerhand in kürzester Zeit neu verliebt und das Spiel ging weiter…

Was hat sich also verändert, seit unserer Jugend? Nun zum einen – wir sind älter. Ist das aber schon ausreichend Indiz für unsere Schwierigkeiten in der Wahl des richtigen Parnters?

Ganz zu Anfang sei an diesem Punkt zu erwähnen… viele potentielle Partner sind schon vergeben. Könnte man hier sagen – gut, das war damals auch schon so. Stimmt, allerdings war die Verbindung eine andere. Eine Heirat, vielleicht sogar mit Kindern, ist ein bindenderer Bund als eine Verliebtheitsbeziehung zwischen Jugendlichen.

Zum einen sind wir älter geworden, zum anderen weiser. Das heisst nicht unbedingt, dass wir viel mehr Informationen in unserem Kopf gespeichert haben, aber unsere Persönlichkeit, unser Charakter ist ausgereifter und nicht mehr so leicht formbar wie mit 16. Das schränkt die Wahl der potentiellen Partner schon mal ein, denn einige kommen auf Grund dieser Persönlichkeitsmerkmale einfach nicht mehr in Frage.

Der nächste Grund: Wir haben unseren Plan, einen Weg, den wir gehen möchten. Auch hier kann nicht jeder x-beliebige Partner mit einsteigen, denn um eine Beziehung über lange Zeit möglich zu machen, sollten wir beide in die gleiche Richtung schauen und in dieser Richtung unsere Ziele sehen.

Vor kurzem habe ich auch noch gehört, dass wir mit wachsender Intelligenz auch beziehungsunfähiger werden: es heisst, umso näher wir der spirituellen Erleuchtung kommen, desto einsamer werden wir. Schauen wir uns die spirituellen Beispiele dieser Welt an: Dalai Lama zum Beispiel: einsam… ok, der ist auch Mönch. Einsamkeit in diesem Fall bedeutet nicht „allein sein“, diese spirituellen Führer haben eine Schar an Anhängern, jedoch sind sie einsam, was die Liebe, die EINE Liebe betrifft. Reicht es also ab einem gewissen Stadium, die universelle Liebe zu fühlen? Brauchen wir dann keinen einzigen Seelengefähren mehr, mit dem wir unser Leben verbingen möchten?

Die Antwort ist: ich weiss es nicht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir, je näher wir der Erleuchtung kommen, auch gerne einen Partner hätten, der den selben Weg geht, und es ist vielleicht schwieriger, jemanden zu finden, der annähernd eine geistige und spirituelle Ebenbürtigkeit aufweist und dann auch noch ähnliche Wege einschlägt wie man selbst. Aber ob Intelligenz beziehungsunfähig macht? Ich denke nicht… denn schliesslich lernt man mit steigender Spiritualität auch, ALLE zu lieben; also ist es doch eher eine Frage des Bindungswillens, als der Intelligenz… ☺ Deshalb – lasst Euch nicht abhalten vom Lernen! Auf zur Erleuchtung!!! ☺

Beim Schreiben hopp, beim Treffen flopp…

Mai 31, 2009 von tina englisch

Aber wieso? Besonders Internet-Dating-Interessierte kennen das Phänomen… wir lernen einen Menschen übers Netz kennen, haben diese Person vorher allerdings noch nie gesehen… wir schreiben, und schreiben… und alles ist – einfach unglaublich. Wir scheinen auf einer Wellenlänge zu sein, und alles passt wie füreinander gemacht. Voller Vorfreude gehen wir aufs erste Date und dann? Nichts. Schon im ersten Moment merken wir – das ist nicht das, was wir suchen. Aber wie gibt’s das? Kann das sein, dass die „Magie der Worte“ bereits in den ersten Sekunden schwindet, und wenn ja, wieso?

Dazu muss man wissen, dass die Sprache an sich nicht nur aus der verbalen Kommunikation besteht, sondern sich vielmehr aus Tonalität, Mimik, Gestik – also der Körpersprache – zusammensetzt. Diese Komponenten setzen sich in folgendem Verhältnis zusammen:

rund 7% verbale Kommunikation, also das gesprochene Wort

rund 12% Tonalität, also die Tonlage, Sprachmelodie und Lautstärke

rund 81% Körpersprache – Gestik, Mimik, Abstand und Haltung

Im Internet lernen wir NUR und ausschliesslich die Worte kennen. Wir sehen unser Gegenüber nicht, sehen keine Bewegungen, hören keine Töne… dh, dass wir uns eigentlich nur mit 7% von möglichen 100% unterhalten. Das mag zwar für eine kurze Zeit ganz nett sein, gibt uns aber keineswegs Aufschluss über unser Gegenüber. Auch gleiche Träume, gleiche Wertigkeiten, was auch immer uns als „Ideal“ scheint, muss in der Realität keinen Bestand haben, wenn die verbleibenden 93% der Kommunikation einfach nicht „passen“. Wir entscheiden mit ALLEN SINNEN, und deshalb letztlich ein noch sehr wichtiger Faktor… die Nase. Was unser Näschen nicht riechen kann, kommt auch nicht in unser Bett.

Deshalb sei an dieser Stelle vorausgeschickt: Internet-Dating und sonstige Formen von „Blind“-Dates – bitte gerne, nur trefft Euch möglichst bald, es ist schade, wenn zu schöne Illusionen an der bitteren Wirklichkeit zerbrechen. Und wenns gut geht? Warum dann so lange warten…? ☺