Verliebt, verlobt, getrennt… woran wir erkennen, dass wir verliebt sind

By tina englisch

Etliche Studien, tausende Gespräche, und doch stellt sich uns immer wieder die gleiche Frage: woran erkennen wir eigentlich, dass wie WIRKLICH verliebt sind? Eine häufige Antwort: wir haben Schmetterlinge im Bauch. Stimmt, eine Möglichkeit. Aber heißt das jetzt, wenn ich keine Schmetterlinge im Bauch hab, keine Arien beim ersten Kuss höre, dass die Liebe dann keine Chance hat? Hm. Viele glückliche Paare berichten: „ich hatte nie wirklich Schmetterlinge! Es fühlte sich einfach so schön an, so einfach.“ Sie berichten genau vom Gegenteil – nicht das Fliegen in die Höhe war die Liebe, sondern die Ruhe, die Stabilität, genau das „Nicht-Fliegen“, sondern sich am Boden angekommen fühlen ist ein für sie das Zeichen von Liebe. Was stimmt also wirklich? Hier die ernüchternde Antwort: ich weiß es nicht. Es scheint, dass sich die Liebe für jedes Gegenüber ein neues Lied einfallen lässt, dass es einfach nicht vergleichbar ist. Gute Zeichen sind, dass man gerne mit dem anderen Menschen Zeit zu verbringt, und sich in dessen Gegenwart wohl fühlt. Ob ein ausgeprägtes Nähebedürfnis entsteht und das Gefühl von Sehnsucht kommt wohl eher auf die derzeitigen Lebensumstände an; und auch darauf, wie viel man bereit ist, zur Beziehung beizutragen. Wenn wir bereit sind für eine erfüllende Partnerschaft, sind wir bereit zu geben, OBWOHL wir vom anderen bekommen, ja genau deshalb wollen wir geben, weil wir die Liebe des anderen als etwas besonderes zu betrachten gelernt haben. Woran aber erkennen wir nun, dass wir lieben? Nun, spätestens dann, wenn man den anderen verloren hat, wird einem alles spontan klar… leider ist es dann oft zu spät.

Eine Antwort zu „Verliebt, verlobt, getrennt… woran wir erkennen, dass wir verliebt sind“

  1. thewise sagt:

    Viele vergessen, dass Liebe auch manchmal zur Gewohnheit wird und genauso wie man das kalte Wasser im See nach einer Weile nicht mehr spürt, genauso kann auch die Liebe und das Verliebtsein mal etwas untertauchen. Aber wenn man aus dem See herauskommt und sich abtrocknet, dann merkt man erst, wie kalt der See war.

    Die Metapher hinkt, da kalt nicht unbedingt positiv ist, aber gehen wir mal von einem heißen Sommertag aus ;)

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