Free little girls… über Schamlippen und andere „Verstösse“; über den (sprachlichen) Umgang mit unserer Sexualität

By tina englisch

Zahlreiche Diskussionen gibt es – Psychologen diskutieren darüber, Ärzte bringen das Thema auf den Tisch… sogar Kabarettisten machen in ihren Kabaretts darauf aufmerksam… und viele, zu viele unglückliche Frauen leiden darunter… dabei ist es eigentlich nichts anderes, als eine Verbalisierung für „uns selbst“ – unseren Intimbereich.

Schon als kleines Kind lehrt man den Mädchen – um es mit den Worten von Bernhard Ludwig zu sagen – „pfui, des stinkt, das is feucht…“, also, wie schon das Wort dazu sagt – Schambereich – schäm Dich dafür. Doch wofür soll sich das Mädchen schämen? Für seine Körperlichkeit? Für das, wie es geboren wurde? Und vor allem – wie soll das Mädchen aus diesem Dilemma wieder herausfinden, wenn es erst mal erwachsen und eine Frau ist? Dann auf einmal heisst es – untersuch Dich, kenn Dich mit Dir aus, finde Dich geil, streichle Dich, bring Dich zum Höhepunkt… bitte? Wie soll das gehen? Wie sollen wir begreifen, von einem Tag zum anderen, das ehemal pfui auf einmal hui ist, dass es genau das ist, was alle Männer wollen, und dass wir uns für unsere intimen Körperzonen nicht (mehr) zu schämen brauchen?

REVOLUTION gehört hier in die Erziehung: weder der Intimbereich eines Mädchens ist Grund sich zu schämen, noch der eines Jungen. Im 21. Jahrhundert werden wir wohl soweit sein, unseren Kindern den Unterschied klar zu machen, sich nicht unbedingt mitten am Hauptplatz völlig zu entkleiden und aber trotzdem mit Liebe auf den Bereich zu blicken, der in der Öffentlichkeit nicht freizügig dargeboten wird; und das beiden Geschlechtern!

Und die Sprache? Hier sollten wir uns dringend an anderen Ländern ein Beispiel nehmen: heisst doch zB auf Spanisch der Schamhügel übersetzt – „Berg der Venus“ – also der Liebesgöttin. Hm. Ich denke, wenn ich an meinen Berg der Liebesgöttin denke, käme ich nie auf die Idee, mich dafür zu schämen?! Deshalb meine Frage an die Verantwortlichen: wäre es nicht endlich Zeit, nach den letzten unzähligen Rechtschreibreformen endlich einmal einen Blick auf die BEDEUTUNG der Worte zu richten, und hier Veränderungen vorzunehmen? Für uns alle, und nicht zuletzt für unsere Kinder, damit Sexualität niemals mehr in den Verruf kommt, etwas Grausiges, Schamhaftes oder gar Abartiges zu sein… in diesem Sinne, und bis die Revolution endlich ihren Gang durch die Wörterbücher und Schullehrbücher zieht… legen Sie los, und benennen Sie neu… ich freue mich über kreative Vorschläge!!! – und – leite Sie weiter! ☺

5 Antworten zu „Free little girls… über Schamlippen und andere „Verstösse“; über den (sprachlichen) Umgang mit unserer Sexualität“

  1. Stefan Gros sagt:

    Ich bin ja nicht besonders sportlich in der letzten Zeit aber ich finde BERGSTEIGEN aus irgendeinem Grund gerade besonders interessant.

    Es kommt nur drauf an mit welcher Tonalität du „Das ist feucht!“ sagst ;)

    • tina englisch sagt:

      Lieber Stefan, jaja, da hast Du schon recht, auf die Tonalität kommt es auch an. Allerdings – wenn der Papa zur 5jähren Tochter sagt: „mmm, das is feucht“ – in wollustiger Tonalität, dann ist das Trauma wahrscheinlich nicht weniger. Anders ja, aber mit Sicherheit nicht weniger…!

  2. user sagt:

    hmm.. luv it.

  3. Alex sagt:

    Was mich viel mehr interessiert: Aufklärung für die Männer. Welche verpackte Formen der Feuchtgebiete gibt es? Ich habe bisher diverse kennen gelernt. Die brasilianische Variante (Ein schmaler Grat), die Asiatische (es herrscht Kahle), die Italienische (Bikinitauglich). Ich suche verzweifelt weitere Formen und Definitionen. Warum geben Frauen sich dahingehend so still? Kennt man ja gar nicht.

    • tina englisch sagt:

      Lieber Alex; ich kann gut verstehen, dass Dich als Mann diese Frage besonders interessiert; nur trifft sie in dem Fall nicht ganz das Thema des Artikels und wenn ich ehrlich bin, auch nicht mein Fachgebiet. Wenn Du diesbezüglich mehr Forschung betreiben möchtest, empfehle ich Dir diverse landesinterne Filmproduktionen, die sich dann ausführlich mit genau diesem Thema befassen, und – so nehme ich das an – wahrscheinlich auch die gängige „Modevariante“ des jeweiligen Landes zeigen. Oder Du startest einfach auf xing eine Umfrage ;) )) *gg+*lach Wünsch Dir einen schönen Nachmittag :)

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